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Impfung

Die SARS-CoV-2 Pandemie stellt sowohl die Gesellschaft als auch das gesamte Gesundheitssystem vor größte Herausforderungen. Während nicht pharmazeutische SARS-CoV-2 Übertragungen reduzieren, wird die Rückkehr zur Normalität nur durch die Entwicklung einer kollektiven Immunität möglich sein. Unklar ist jedoch die Wirksamkeit und Sicherheit der aktuellen COVID-19 Impfstoffe bei speziellen Risikopopulationen. Die Identifizierung von immunologischen Parametern, die einen sicheren Schutz vor einer Infektion vermitteln (Correlate of Protection, CoP) ist bei der Beurteilung von Impfungen von elementarer Bedeutung und kann die Instrumente zur Bestimmung der Bevölkerungsimmunität liefern.

Geplant ist eine multizentrische, prospektive Studie zur Bestimmung von immunologischen Korrelaten eines Impfschutzes sowie der Immunphänotypisierung in speziellen Risikopopulationen nach SARS-CoV-2-Impfungen. Die Untersuchung erfolgt an insgesamt sieben Kohorten, welche entweder aufgrund ihrer Bedeutung für die Pandemiebewältigung und der hohen Exposition (medizinisches Personal, HCW) und auch als wichtige Vergleichsgruppe eine besondere Rolle spielen oder durch ein erhöhtes Risiko für schwere SARS-CoV-2-Infektionen bei reduzierter Immunität und unbekanntem Ansprechen auf die SARS-CoV-2-Impfstoffe eine besondere Relevanz gerade in der Universitätsmedizin haben.

Ziele

• Sicherheit und Immunogenität der Impfung von Gesundheitspersonal (Health Care Workers, HCW) als Vergleichsgruppe mit hoher Exposition

• Detaillierte Bestimmung der impf-induzierten Immunantwort zur Definition eines “correlate of protection”

• Detaillierte Bestimmung der impf-induzierten Immunantwort in speziellen Risikopopulationen

Kohorten und Probandenzahl

1. Medizinisches Personal (Health Care Workers, HCW) an Universitätskliniken, n=500, Einschluss über 3 Standorte 50-300/Standort

2. Patienten nach Nierentransplantation (NTx) n=250, Einschluss über 5 Standorte 50/Standort

3. Hämodialysepatienten (HD) n=250, Einschluss über 5 Standorte 50/Standort

4. Patienten mit hämato-onkologischen Erkrankungen, insbesondere B-Zell-Neoplasien (B-NPL) mit und ohne Z.n. Stammzelltransplantation und B-Zell-ablativer Therapie. n=250, Einschluss über 4 Standorte 50-75/Standort

5. Patienten mit Multipler Sklerose (MS) mit und ohne B-Zell-depletierender Therapie (MS). n=250, Einschluss über 5 Standorte 40-90/Standort.

6. Patienten mit rheumatischen und Autoimmunerkrankungen (RAID), insbesondere Kollagenosen und Vaskulitiden, mit und ohne B-Zell-depletierender Therapie. n=250, Einschluss über 3 Standorte, 80-90/Standort

7. Primäre Immundefekte (PID) Erwachsene Patienten mit unterschiedlichen Immundefekten (CVID, B Zell und T Zell-Defekte). n=250, Einschluss über 4 Standorte, 45-100/Standort